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Im Jahr 2006 wurde in den Medien sprich Zeitungen, Fernsehen, Radio immer wieder über die Engpässe bei der Lehrstellensuche von Jugendlichen berichtet. Ganz allgemein in allen Schichten der Gesellschaft war dieses Thema in aller Munde.
Sind Lehrstellen wirklich so attraktiv, dass dies ein Dauerthema sein soll und kann?
Auf jeden Fall sind sie attraktiv und dabei hat die Medienpräsenz bei der Findung von Lehrstellen positive Seiten für die Berufsbildung Schweiz und bei uns an der ETH Zürich.
Die Bedeutung, ja die Notwendigkeit von beruflichen Ausbildungen hat die Aufmerksamkeit so gesteigert, dass in den letzten Jahren ein Wert-, ein Umdenkwandel stattgefunden hat.
Berufslehren sind nicht nur attraktiv sondern auch notwendig und bieten beste Zukunftsaussichten. Zum einen bewegen sich die jungen Menschen im praktischen Berufsfeld, haben gleichzeitig die Möglichkeit, die Berufsmaturität zu absolvieren, welche wiederum Chancen für den Besuch von Fachhochschulen oder gar Hochschulen öffnet. Viele bleiben dem gelernten Beruf treu und finden auf diese Weise ihr Glück.
Dass wir an der ETH Zürich nebst den Studiengängen und der Forschung Lehrlingsausbildung im Segment haben, ist eine aussergewöhnlich bereichernde Aufgabe und ideale Ergänzung im akademischen Umfeld.
Die erlernten Berufe sei es Physik-, Biologie-, Chemielaborant, Elektroniker, Polymechaniker, Mediamatiker, Informatiker bis zum Kaufmann zur Kauffrau und dem Beruf des Informations- und Dokumentationsassistent und auch des Forstwartes nehmen bedeutende Funktionen in unserer Arbeitswelt und damit auch an der ETH Zürich wahr.
Der Jahresbericht 2006 gibt Ihnen einen Einblick darüber.
Vielen Dank für Ihr Interesse.
Im Namen der Berufsbildungskommission
Dieter Schorno
Leiter Berufsbildung ETH Zürich
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Bestand |
2002 |
2003 |
2004 |
2005 | 2006 |
|
Alter Bestand |
116 | 115 | 119 | 123 | 123 |
|
Abgänge |
40 |
47 |
38 |
42 |
40 |
| Zugänge | 39 |
51 |
42 | 42 | 49 |
|
Neuer Bestand |
115 | 119 | 123 | 123 |
132 |
Verteilung der einzelnen Berufe per Ende 2006
| total | w | m | |
| Chemielaborant/in |
17 |
5 |
12 |
|
Biologielaborant/in |
23 |
10 |
13 |
| Physiklaborant/in |
16 |
2 |
14 |
|
Elektroniker/in |
16 |
0 |
16 |
|
Polymechaniker/in |
16 |
1 |
15 |
|
KV |
15 |
12 |
3 |
|
KV-Praktikant/in |
9 |
8 |
1 |
| Informatiker/in |
9 |
0 |
9 |
|
I&D-Assistent/in |
5 |
3 |
2 |
|
Forstwart/in |
3 |
0 |
3 |
|
Konstrukteur/in |
1 | 1 | 0 |
|
Mediamatiker/in |
2 |
0 |
2 |
|
Total |
132 |
42 |
90 |
Der Frauenanteil beträgt 32 %!
Die diesjährige Veranstaltung fand im Waldhaus des Lehr- und Forschungswaldes in Uitikon-Waldegg mit dem Thema Autorität, Würde und Respekt statt. Die Tagung war vom bekannten Schriftsteller Jürg Jegge, auch Gründer und Leiter der Stiftung Märtplatz, geprägt. Das Interesse und der Erfolg waren sehr gross. Dieter Schorno durfte über 100 Teilnehmer/Innen begrüssen.
Austritte:
|
Peter Brühwiler, D-PHYS |
Ausbildung Polymechaniker |
|
Christine Aeschbacher, Finanzabteilung |
Ausbildung KV |
|
Brigitte Henauer, Institut IRL |
Ausbildung KV |
| Sibylle Noll, ETH Rat | Ausbildung KV |
| Jörn Stitz, Inst. f. Chemie- u. Bioingenieurwissenschaft | Ausbildung Biologielaboranten |
Neu in der Ausbildung tätig:
| Monika Hürlimann, D-CHAB | Leiterin Lehrlabor Chemie |
|
Andreas Stuker, D-PHYS |
Ausbildung Polymechaniker |
|
Alessandra Naldi, Inst. f. Landschaftsarchitektur |
Ausbildung KV |
|
Patrik Ochsner, Finanzabteilung |
Ausbildung KV |
| Bettina Keller, Inst. f. Chemie –u. Bioingenieurwiss. | Ausbildung Biologielaboranten |
| Maria Rey, Inst. f. Umweltentscheidungen | Ausbildung KV |
Dieter Schorno organisierte den Erfahrungsaustausch mit den Forschungsanstalten im ETH-Bereich und nahm daran teil, diesmal am AO Institut in Davos und an der Agroscope Wädenswil. Themen waren LM-Tagung 06/07, neue Berufsbildungsverordnung, Ausbildungsplätze und Selektionsverlauf und die Zusammenarbeit unter den Forschungsanstalten.
"Visite" Austauschorganisation (mit Rotary Club Uster/Greifensee)
Im 2006 wurden die Austausche mit Lernenden infolge Berufsschule und Berufsmittelschule sistiert.
Die Berufsbildungskommission tagte vier Mal im Jahr 2006. Schwerpunkte waren u.a. die Berufsvorstellungen von Hansruedi Scherrer (Physiklaborant), Walter Bachmann (Konstrukteur) und Hanspeter Hächler (Elektronik), die Ziele 2006, Infotage 2006, die Projektwoche 2006, die Wahlen 2006, die Selektion 2006 und das Budget 2006. Ende August fand der BBK Ausflug an die aprentas (Lehrstellenverbund Biologie-, Chemielaboranten) in Basel statt, wo eine Präsentation über die aprentas, mit anschließender Führung im Bereich Chemie- und Biologielaboranten stattfand.
Folgende Informationstage fanden statt:
|
Lehrberufe |
Informationstage |
|
Chemielaborant/-in |
Mittwoch, 20. September 06 |
|
Biologielaborant/-in |
Mittwoch, 06. September 06 |
|
Physiklaborant/-in |
Mittwoch, 19. September 06 |
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Elektroniker/-in |
Mittwoch, 19. September 06 |
|
Polymechaniker/-in |
Mittwoch 06. September 06 |
|
Forstwart/-in, I u. D Assistent/-in |
Auf Anfrage Schnupperlehren |
|
Kaufmann, Kauffrau Auch mit Praktikum |
Mittwoch, 28. Juni 06 |
|
Mediamatiker/-in |
Infotag am 28. Juni 06 |
| Informatiker/-in (1. Basisjahr ZLI) |
Auf Anfrage Schnupperlehren |
Die Informationstage wie die Schnupperlehren erfreuten sich grosser Beliebtheit
Die Zusammenarbeit zwischen den Berufsfachschulen / Berufsfachmittelschulen und den Berufsbildungsverantwortlichen der ETHZ war gesamthaft gut. Die Schulen der diversen Berufsfelder befinden sich in Zürich, Winterthur, Bülach, Aarau, danebst finden Kontakte mit den Kantonsschulen Enge, Hottingen, St. Gallen, Sargans, Wattwil, Winterthur betr. Praktiken statt.
Die gute Zusammenarbeit innerhalb der Berufsgruppen, die aktuelle Infrastruktur, das überdurchschnittliche Kursangebot unserer Lehrlabors und der Lehrwerkstatt, Anlässe für Berufsbildungsverantwortlich wie Berufsbildner/innen und Lernende, sind Garanten für die Qualitätssicherung. Ebenfalls trugen die Bildungsberichte und Gespräche mit den Lernenden zur Qualität bei. An der Lernendenversammlung konnten die Lernenden Anliegen und Anregungen ebenfalls einbringen.
Für das Selektionsverfahren der Lernenden fanden zum ersten Mal Tests für die Auswahl von künftigen Biologie- und Chemielaboranten statt. Dieter Schorno übernahm mit seinem Team die Vorselektion. Die Bewerbungen wurden unmittelbar nach der Vorselektion an die Ausbildungsverantwortlichen weitergeleitet. Nach einer weiteren Feinselektion luden die Berufsbildungsverantwortlichen zu Selektionsschnuppertagen/-wochen, zu Gesprächen oder Tests ein. Die Kandidaten und Kandidatinnen wurden elektronisch mit allen Daten bei der Berufsbildung erfasst.
An der diesjährigen Qualifikationsverfahren Feier vom 6. Juli durften 40 Lernende (inklusiv Kaufmännisches Praktikum) in 10 Berufsgattungen zur bestandenen Prüfung beglückwünscht werden. Leider bestanden nicht alle die LAP. Fünf Lernende werden nächstes Jahr nochmals die schriftliche LAP nachholen.
Die diesjährige Projektwoche fand in Lungern statt. Auch dieses Jahr war uns das Wetter wohl gesinnt, so dass auch die Themen im Freien ohne Probleme stattfinden konnten. Die bunten kulturellen, handwerklichen und künstlerischen Themen wie auch der Sport begeisterten bei der öffentlichen Ausstellung am Schlussabend im Bildungshaus Lungern.
Die Lernendenversammlung fand am Donnerstag, 30. November 06 statt. Dieter Schorno durfte 122 Lernende der ETH Zürich begrüssen.
Diese Versammlung ist für den Zusammenhalt in der Berufsbildung sehr bedeutend. Folgende Themen wurden behandelt:
Die Wahlen der Lernendenvertreter – Rita Rüppel bisher und neu Mario Rämi – in die Berufsbildungskommission, Lernende Vereinigung Standortbestimmung, die Projektwoche 06 in Lungern, Motivation Lernende und zuletzt noch Schweizer Jugend forscht.
Leider konnten wir anhand mangelnder Teilnehmer dieses Jahr den Bewerbungstechnikkurs nicht durchführen. Wir hoffen nächstes Jahr mehr Teilnehmer begrüßen zu dürfen.
Die Berufsbildung der ETH Zürich wurde erstmals via den Verbund ALMEZ (unser Vertreter ist Hanspeter Hächler, Leiter Lehrlabor Elektronik) an der Berufsmesse vom 21. bis zum 25. November im Messezentrum Oerlikon erfolgreich repräsentiert.
Der neue Prospekt der Berufsbildung in deutscher und englischer Version ist neu erstellt worden.
Die offenen Lehrstellen und die Informationstage waren im Tagesanzeiger, in den 20 Minuten und im Infocorner ausgeschrieben. Andreas Dutly pflegte unsere Webseite. Berichte im ETH LIFE PRINT, in der Obwaldner und Luzerner Zeitung über die Projektwoche, sowie unsere Infoanlässe trugen zur Öffentlichkeitsarbeit bei. Nicht zu vergessen sind die regen Kontakte innerhalb der ETH selbst, mit den Forschungsanstalten (zwei Meetings pro Jahr), dem ETH Rat, dem Eidg. Personalamt Bern und der ETH Lausanne (ein bis zwei Meetings pro Jahr).
Dieses Jahr fand die Berufsbildungstagung in Genf statt, wo vor allem das Thema Schweizerische Berufsmeisterschaften zum Tragen kam.
Die Berufsmaturitätsarbeit im Ausbildungsvergleich mit der Privatindustrie von Stefanie Wermelinger (Berufsbildung) hat das Interesse auch ausserhalb der ETH zusätzlich geweckt.
Das detailliert gestaltete Projektwochenbuch von Hanspeter Läser und dem Berufsbildungs Team hat großen Anklang gefunden.
Das Budget 2006 konnte bei den Sach-, wie bei den Personalausgaben eingehalten werden.
Für die ausgezeichnete Zusammenarbeit gilt ein herzliches Dankeschön allen Berufsbildungsverantwortlichen und Berufsbildner/innen, den Lernenden und KV-Praktikantinnen und KV-Praktikanten, dem Personalleiter Piero Cereghetti, der Schulleitung insbesonders Herrn Professor G. Schmitt, den Departements- und Institutsverantwortlichen, allen BBK-Mitgliedern, dem Präsidenten der BBK, der Lernendenvereinigung, Isabelle Guichard und Sophie Sennhauser als Praktikantinnen, Jovo Spasojevic als Mitarbeiter im Berufsbildungswesen, den Leiter/innen der Projektwoche sowie allen, die zum guten Gelingen in der Berufsbildung beigetragen haben.
Dieter Schorno Im Namen der Berufsbildungskommission der ETH Zürich
Zürich, 25. Januar 2007 DS
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