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Walter Bachmann, Philippe Blaise, Piero Cereghetti, Leonardo Degiorgi, Andreas Dutly (Präsident), Hans-Martin Fischer, Dieter Schorno
Cornel Andreoli, Martin Gähwiler, Monika Honegger, Ömer Kut, Hansruedi Scherrer, Joachim Wolff (Berufscontroller, MBA)
Hans Jürg Borschberg, Walter Iten, Timea Kostyàl, Ivo Lang, Thomas Moser
Maryline Frei
1. Begrüssung
2. Protokoll
3. Kantonales
Mittelschul- und Berufsbildungsamt:
Joachim Wolff, Berufsinspektor und Bindeglied Verbund mit ETH Zürich als Gast
a. Überbetriebliche Kurse
Bewilligung unserer Lehrlabors und Entschädigung
b. Jugendprobleme in der Lehre :
Ein Vergleich mit anderen Betrieben
4. Elektroniklehrlabor, Konzept Martin Gähwiler
5. Ziele der Berufsbildung 2010
6. Informationen
Andreas Dutly begrüsst die Sitzungsteilnehmer zur 191. Sitzung und heisst Herrn Joachim Wolff vom Berufsbildungsamt des Kantons Zürich speziell willkommen. Das letzte Protokoll wird verdankt und genehmigt. Dieter Schorno spricht kurz den BBK-Ausflug an, welcher nicht statt gefunden hat. Das Thema wird am Schluss der Sitzung nochmals aufgenommen. Zudem informiert Dieter Schorno über den Stand von „yousty“. Das Projekt ist vorläufig zurückgestellt worden.
Herr Wolff ist seit 23 Jahren im Mittelschul- und Berufsbildungsamt des Kantons Zürich (MBA) tätig. Das MBA ist Bildungspartner vieler Unternehmen und steht bei Fragen und Problemen zur Verfügung. Zudem sind sie eine grosse Unterstützung für die Lernenden. Es gibt vier Ämter, die für die Bildung zuständig sind. Neben dem MBA sorgen das Amt für Jugend & Berufsberatung, das Volksschulamt und das Hochschulamt für eine gute Ausbildung.
Das MBA selber beschäftigt 14 Berufsinspektoren, welche sich bestens in den verschiedenen Berufen auskennen. Für 8 von 14 Berufen der ETH Zürich ist Herr Wolff zuständig.
Herr Wolff gibt einen Überblick über die Arbeit im MBA, welche von der Lehrabschlussfeier bis zu Problemen einzelner Lernenden reicht.
Er informiert, dass es immer eine grössere Anzahl an Lernenden gibt, die die Lehre abbrechen. Herr Wolff weist auf die Lehrreife hin, welcher diesbezüglich eine grosse Bedeutung zukommt.
Das MBA hat einige Brückenangebote wie das Werkjahr, Berufswahlschule, etc. übernommen.
Die Bezeichnung EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) ist bei fast allen Berufen neu. Lehrgänge, die länger als 2 Jahre dauern erhalten die Auszeichnung EFZ. Zudem gibt es in den meisten Berufen die 2-jährige Attestanlehre.
Unter den Berufen gibt es bei den Lernenden immer wieder einen Favoriten. Vor einiger Zeit war der Beruf Elektroniker populär, inzwischen hat sich der Beruf Informatiker als aktuell heraus gestellt. Joachim Wolff erwähnt weiter, dass der Entscheid für den richtigen Beruf sehr früh getroffen werden muss. Volksschulabgänger haben bereits im jungen Alter von 14 bis 16 Jahren die Aufgabe, sich für einen Beruf zu entscheiden. Vielfach ist es ein Vorteil, ein Zwischenjahr oder das 10. Schuljahr zu absolvieren.
Piero Cereghetti fragt, ob es nicht Schwachstellen in der Berufsbildung gibt. Joachim Wolff spricht von Klichés.
Herr Wolff stellt das triale System (wird allerdings offiziell immer noch als Dualsystem bezeichnet) vor, in welchem er die drei Lernorte Berufsfachschule, Lehrbetrieb und überbetriebliche Kurse erläutert. Im Anhang finden Sie die detaillierte Darstellung dazu.
Das MBA hat pro Jahr Ausgaben von bis zu 1 Mia. Franken, wovon der grösste Teil an die Berufsfachschule geht. Bei den Informatikern hat man von acht Lernenden die Anzahl inzwischen auf 800 Lernende aufgestockt, was wiederum zur Kostenerhöhung führte. Die Technische Berufsschule Zürich wurde dazu speziell neu eingerichtet. Dieter Schorno wendet ein, dass es zum Qualitätsmangel bei den Lehrpersonen kommt. Bestätigt ist auch, dass die Lernenden an Leistung verloren haben, da in früheren Jahren nur diejenigen eine Informatiklehre machten, die den Willen dazu hatten.
Die überbetrieblichen Kurse gibt es seit 1980. Damals zahlte der Betrieb 1/3 des Gesamtbetrages selber. Dieter Schorno erwähnt kurz die ÜK-Center der ETH, wie das IGKG für KV-Lernende, das ZLI und RAU für Informatiker und die eigenen ÜK’s an der ETH, welche intern in den Lehrlabors und in der Lehrwerkstatt stattfinden.
OdA‘S, sind Orte der Arbeitswelt, welche die überbetrieblichen Kurse zusammen halten. Früher war es der Berufsverband oder die Lehrmeistervereinigung.
Joachim Wolff stellt das neue Finanzierungsmodell bis 2011 vor, worüber im 2012 neu entschieden wird. Im alten Reglement war die Finanzierung leistungsbezogen, so dass alle ÜK-Center eine jährliche Abrechnung liefern mussten. Dabei zahlte der Kanton und der Bund je 30%, der Rest leistete der Lehrbetrieb hinzu. Im neuen Reglement zahlt der Bund nur noch Pauschalen. Angefügt finden Sie das neue Reglement.
Die „ÜK-befreiten“ Firmen sind von der offiziellen Organisation freigestellt. Ein Qualitätsmanagement (QualiCarte) sorgt jedoch dafür, dass diese auf demselben Stand sind wie die der offiziellen Organisation. An der ETH ist der ÜK der Biologielaboranten kantonal angesiedelt. Herr Wolff erwähnt, dass die Chancen für die internen ÜK‘s an der ETH gut sind und die eigenen Lehrlabors und die Lehrwerkstatt so erhalten bleiben. Die Voraussetzungen der sogenannten QualiCarte müssen eingehalten werden. Das Ziel ist es, dass sich alle Firmen nach dieser QualiCarte richten.
Die Zulassung zum ÜK-Leiter kann durch eine langjährige Erfahrung oder durch eine Ausbildung erlangt werden. Diesbezüglich erwähnt Dieter, dass das Aus- und Weiterbildungsangebot für Berufsbildner enorm gestiegen sei.
Herr Wolff ist die Ansprechperson bei Problemen und Fragen. Dieter Schorno übernimmt die Leitorganisation für die Lernenden. Die Namen der Berufsbildner dienen dem MBA zur Information. Dieter Schorno und Joachim Wolff rühmen die gute Zusammenarbeit und die Organisation zwischen der ETH und dem MBA.
Besuche, die die Berufsinspektoren von Zeit zu Zeit abstatten, müssen nicht zwangsläufig angekündigt werden.
Die Regelung des MBA gilt schweizweit, die Kantone arbeiten stark zusammen.
Martin Gähwiler informiert über das Elektroniklehrlabor, welches er mit Daniel Schär führt. Martin Gähwiler ist seit August 2008 im Lehrlabor tätig. Angefügt finden Sie die Präsentation dazu. Eine Ausbildung bei der ETH ist wegen der Produktivprojekte ein attraktiverer Ausbildungsplatz als die ABB, bei welcher die Serienproduktion im Vordergrund ist.
Dieter Schorno erwähnt kurz die Ziele 2010 in der Berufsbildung (s. Beilage). In der Berufsbildung wird neu das Access als Datenbank eingeführt. Die Qualitätssicherung hat sich bewährt. Im kaufmännischen Bereich wird ein neues Basiskonzept ausgearbeitet, welches den neuen Lernenden den Einstieg erleichtern wird.
Dieter Schorno informiert kurz über den aktuellen Stand. Zur Zeit gibt es unter den Lehabgängern einige Minimalisten, was zu Zitterpartien auf die Lehrabschlussprüfung führt. An der Lehrmeistertagung vom 16. September werden Frau Wunderli- Allenspach und Guido Toivanen als Gastreferenten anwesend sein. Am 28. und 29. April findet ein ETH interner Lehrmeisterhock statt.
Mit bestem Dank an alle für das Engagement in der Berufsbildung wird die Sitzung um 10.30 Uhr beendet.
Zürich, 4. Februar 2010 mf
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